EXPO REAL 2019 | EINDRÜCKE UND GESPRÄCHE

Augen zu und weiter so, – so möchte man bei einigen Teilnehmern sagen, – was für eine positive (trügerische) Stimmung.

Geld, Investoren, Projektideen davon gibt es genug. Uns fehlen Grundstücke, so sagen viele Vertreter der Städte. Sie sind von der Fülle der Investorenanfragen begeistert und sehen ihre Stadt im Aufwind. Einige unter ihnen, besonders im Süden der Republik, schauen eher betrübt in die Zukunft. Denn hier sind Teile der Republik bereits in der Rezession angekommen. Da schaut man schon mal genauer hin und überlegt, was noch kommen mag. Immerhin sind es gerade diejenigen Bundesländer, die am meisten in den Solidartopf einzahlten. 

Nun gut, meint der smarte junge Fondmanager, der 27-fache Faktor wäre schön, aber wir würden auch den 33- fachen bezahlen. Wichtig ist nur, dass wir den Zuschlag erhalten. 

In einem scheinen sich alle einig zu sein, #Shopping Malls, die wollen wir nicht mehr. Soll doch die Stadt das Problem lösen. Dass ebenso durch den Onlinehandel ein neues Ungemach bei Media- und Baumärkten droht, scheint noch in der Ferne zu liegen. 

 Jedoch ist es der Mehrheit der Akteure schon bewusst, so sorglos wie heute wird es wohl nicht weitergehen. Aber solange es nicht zu einer kollektiven Negativstimmung kommt, lassen sie sich vorerst nicht beirren. So wird weiter projektiert und investiert. Auch bei Minimalrenditen zwischen 2 bis 3 Prozent und einem Zinssatz von 1,5 Prozent, wird es wohl schon noch passen. Denn die Akteure verdienen natürlich ein Vielfaches mehr als die Anleger. 

Solange es so bleibt, wer sollte da auch eine allumfassende Verantwortung übernehmen wollen?